M. Gluth, 75 meiner schönsten Partien: Fernschach-Großmeister Hermann Heemsoth (Remissionsexemplar)

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M. Gluth, 75 meiner schönsten Partien: Fernschach-Großmeister Hermann Heemsoth (Remissionsexemplar)
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Am 20. Januar 2006 verstarb Hermann Heemsoth im Alter von 96 Jahren.


Der gebürtige Bremer und ehemalige Realschullehrer für Mathematik, Englisch und Sport war einer der bekanntesten, erfolgreichsten und schaffenskräftigsten Persönlichkeiten des Schach. Als vielseitiger Sportler, dessen Freizeit zunächst dem Fußball, Radsport und Rudern gewidmet war, erlernte er mit 16 Jahren die Grundregeln des ‚königlichen Spiels’.


In den 30er/40er Jahren, nachdem er der Bremer Schachgesellschaft beigetreten war, begann er, zahlreiche Titel zu erringen. Fünfmal wurde er dann Bremer Meister, sechsmal Weser-Ems Meister, einmal Norddeutscher Meister (Vorturnier Nord zur DEM 1952), Sieger beim „Premier Reserves A“ in Hastings (1957) und beim „Major“, Hastings 1959 (nach Stichkampf gegen W. Rautenberg), Teilnahme am „Premier“, Hastings 1959/60.


11.04.2014 Aufnahme in Katalog Wertsteigerung

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Beschreibung

Details

Das Fernschach gewährt dem Spieler eine erhöhte Befriedigung, weil er dabei tiefer in die Geheimnisse und Schönheiten des Spiels eindringt. Das Fernschach ist eine Kombination von Kampf- und Problemschach mit den Vorteilen beider.  Dr. Robert Blass (1887-1974)

Hermann Heemsoth wurde am 21.12.1909 in Bremen geboren und studierte nach dem Abitur 1929 an den Universitäten Hamburg und Wien für das Lehramt an Volks- und Realschulen. In seiner Heimatstadt Bremen war er von 1933-73 als Pädagoge tätig. Mit dem deutschen Meister Carl Carls, seinem Vorbild und Lehrmeister, sowie Dr. O. Antze, Dr. Taube und Kuppe spielte er viele Jahre in der traditionellen Bremer Schachgesellschaft von 1878. Hier und später im SV Werder war er mehrfacher Klubmeister, desgleichen 5xmal Bremer Meister und Weeser-Ems-meister. Im Fernschach errang er 2.mal die Deutsche Fernschachmeisterschaft; die 2. Gesamtdeutsche FSM 1951-54 und die 10. Deutsche FSM 1966-69. Im Jahre 1972 wurde ihm der Titel „Internationaler Fernschachmeister“ verliehen und 1987 der Titel „Internationaler Fernschach-Großmeister“ (mit 77 Jahren!).

Von 1956-1988 bekleidete er das Amt des Präsidenten des Bundes deutscher Fernschachfreunde (BdF). Auf dem Gebiete der Öffentlichkeitsarbeit hat sich H. Heemsoth hervorgetan als ständiger Bearbeiter der Schachspalte der Bremer Tageszeitungen, als Mitarbeiter der Zeitschrift Fernschach und als Autor des Turnierbuches der 1. Europa-Fernschach-Mannschaftsmeisterschaft.

Heemsoths große Leidenschaft jedoch galt dem Fernschach, das er 1931 für sich entdeckt hatte.

Sein erstes Turnier, das er 1946 spielte und mit 20:0 Punkten gewann, war der stürmische Auftakt einer eindrucksvollen Karriere. Herausragende Stationen waren Siege in der II. Gesamtdeutschen Fernschachmeisterschaft 1951/54 sowie in der Deutschen Fernschachmeisterschaft 1966/69. Er nahm an zahlreichen Fernschach-Einzelturnieren und Länderkämpfen teil, 1972 wurde ihm der Titel ‚Internationaler Fernschachmeister’, 1987 der eines ‚Fernschachgroßmeisters’ verliehen.

Dieser Erfolg im Alter von 77 ist bisher einmalig. Und – ‚last not least’ - der Bremer war Träger des goldenen Sportabzeichens, bekleidete von 1956 bis 1988 das verantwortungsvolle Amt des Präsidenten des Deutschen Fernschachbundes und wurde zum Ehrenpräsidenten des ‚BdF’ ernannt. Auch als Schachautor hatte Heemsoth Rang und Ruf. Mehr als 30 Jahre leitete er die wöchentliche Schachecke im ‚Weser Kurier’ und veröffentlicht in Fachzeitschriften Fernpartien, 1981 verfaßte er das Turnierbuch über die „1. Europa-Mannschaftsmeisterschaft im Fernschach“, 1990 sein ihr vorliegendes persönliches Buch „75 meiner schönsten Partien“.

Noch an seinem 90. Geburtstag sah man ihm das hohe Alter kaum an, er lud einige Nah- und Fernschachfreunde zu einer Feier ein und schrieb: „Bringen Sie gute Stimmung, aber keine Geschenke mit. Als Neunzigjähriger hat man nur einen Wunsch: Gesund bleiben!!!“

Danach ist es stiller um ihn geworden. Als ihn der Schreiber dieser Zeilen am 21. Dezember 2005 zu seinem ‚96.’ besuchte, war die einst so robuste Gesundheit des Altmeisters sehr angegriffen. Beim Thema Schach indes war er wie immer neugierig und gesprächig. Auf die Frage nach seinen größten Schachidolen antwortete er:

im Fernschach der vierte Weltmeister Wladimir Sagorowski (RUS), im Nahschach früher Carl Carls, der bis heute einzige Deutsche Einzelmeister aus Bremen (1934), später Weltmeister Robert („Bobby“) James Fischer. Das Schachspiel war Heemsoth stets fester Halt im Leben, er spielte es fast bis zuletzt, oft dreimal die Woche.

Enge Bremer Schachfreunde – auch jenseits des Brettes - wie Günter Mull und Gregor Kasüschke sind ihm über viele Jahre verlässliche Partner gewesen. Doch gesundheitliche Rückschläge in der letzten Zeit und nach 64-jähriger, glücklicher Ehe der Tod seiner geliebten Frau Hildegard (*1917 †2005) haben ihm dann schwer zugesetzt. Am Freitag vormittag, den 20. Januar 2006, ist er im Klinikum Bremen Mitte ruhig entschlafen. Hermann Heemsoth hinterläßt eine Tochter und zwei Enkelkinder.

Bibliographische Angaben

Bibliographische Angaben

Zustand sehr gut erhalten, Cover wie abgebildet mit Knick
Produktart Schachbuch
Seitenzahl 152 Seiten, kartoniert
EAN Nein
ISBN Nein
Maße (Länge x Breite) 21 x 14,5 cm
Gewicht in g 243
Sprache Deutsch
Autor/en M. Gluth ( Hrsg. )
Herausgegeben 1990
Verlag M. Gluth, FERNSCHACH-Verlag
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