Kurt Richter, Kombinationen [ 10. Auflage ]

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Kurt Richter, Kombinationen [ 10. Auflage ]
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Ein Lehrbuch der Mittelspiel-Taktik mit 399 praktischen Beispielen


Vorwort zur 10. Auflage von Dr. Ralf J. Binnewirtz - gekürzt -


Kurt Richter (24.11.1900 - 29.12.-1969) Berliner Original und Internationaler Meister (1950), hat durch seine Schriften und Bücher ungeheuer viel geleistet für die Verbreitung des Schachspiels.   Seine schachschriftstellerische Begabung war die Fähigkeit, das Geschehen auf dem Schachbrett präzise analytisch und zugleich humorvoll und immer verständlich zu beschreiben.


Kurt Richters Spielstil war der eines verwegenenen Angriffsspielers, der - scheinbar unbekümmert und stets bereit zu waghalsigen Opfern - seinen Gegnern druckvoll zu Leibe rückte: der so apostrophierte "Scharfrichter von Berlin ", als Mensch bodenständig und bescheiden, erwachte am Brett zu einem kompromisslosen Kämpfer.  


Daher war er zweifellos prädestiniert, der Schachwelt ein Buch über Mittelspiel-Kombinationen zu schenken. 


Alle Leser, die diese ungemein kurzweilige, geistreiche und zugleich lehrreiche Anthologie zur Hand nehmen, sei es zum ernsteren Studium oder zur leichteren Bett-Lektüre, werden sich von der Zauberwelt der Kombinationen gerne gefangen nehmen und halten lassen.  

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Beschreibung

Details

Ein Lehrbuch der Mittelspiel-Taktik mit 399 praktischen Beispielen

Vorwort Kurt Richters zur 3. Auflage  - nicht enthalten in der aktuellen 10. Auflage!

Es gab eine Zeit, da sah man auf die Kombinationsspieler etwas mitleidig herab. So schrieb ich in der 1.Auflage dieses Buches, vor nunmehr fast 20 Jahren.
Aber nun ist es heute fast wieder so weit. Für viele Experten des königlichen Spiels beginnt der wahre „Schachspieler“ erst mit der „positionellen Glanzpartie“, deren Glanz allein in der systematischen Ausbeutung eines positionellen Vorteils, schließlichem Bauerngewinn und methodischer Endspielführung besteht. Sie lehren das Schachspiel auch dementsprechend auf einseitig orientierter Grundlage.

Und was sind die Folgen? Die geistige Armut vieler Schachpartien spricht eine beredte Sprache. Auch bei der Jugend fehlen die Stürmer und Dränger. Der individuelle Stil wird sozusagen durch den genormten Schachspieler abgelöst. Die Technik triumphiert. Es wird nicht mehr „Schach“ gespielt, sondern das Gedächtnis geübt. Im schachlichen Unterbewusstsein dominiert nicht die Kombination, sondern die Variante.

Wird es dann aber ernst, gleitet die Partie dennoch in den so ängstlich gemiedenen Strudel unübersehbarer Verwicklungen, dann hilft kein Gedächtnis mehr und keine Variante – dann heißt es wirklich: Schach spielen! Dieses Büchlein bricht also eine Lanze für das Kombinationsspiel. Es will den Blick für die taktischen Gegebenheiten der Stellung schärfen und den menschlichen Geist im Sinne Caissas anregen und lenken helfen.

Doch seien wir bescheiden. Nach 40 jähriger Schachpraxis muss der Verfasser zum Beispiel bekennen, dass der stürmische Eroberungsdrang der Jugend der resignierenden Erkenntnis des Alters gewichen ist. Was wissen wird den schon vom Schach? Viele Kombinationen, die erst begeisterten, erwiesen sich, unter die Lupe genommen, als zweifelhaft. Immer wieder ereignen sich die gleichen Fehler; immer wieder spricht man von Irrtümern des Glossators. Und so fort.

Wir müssen nach wie vor erst Schachspielern lernen.

Berlin, im November 1954.  Kurt Richter

Bibliographische Angaben

Bibliographische Angaben

Zustand NEU
Produktart Schachbuch
Seitenzahl 248 Seiten, hardcover
EAN 9783940417336
ISBN 978-3-940417-33-6
Maße (Länge x Breite) 21,5 x 15 cm
Gewicht in g 571 g
Sprache Deutsch
Autor/en Kurt richter
Herausgegeben 10. Auflage 2012
Verlag Joachim Beyer Verlag, Hollfeld
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