Klaus Trautmann, Geküsst wird nach der Partie !

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Klaus Trautmann, Geküsst wird nach der Partie !

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Die Geschenidee für Sie ....  


64 Geschichten rund um das Schachbrett


Den Ziegenspringer beschreibt er fast zärtlich. Seine Schachspieler könnten aus unserem Verein oder unsere Nachbarn sein.


Klaus Trautmann erzählt einfühlsam und humorvoll von ihren besonderen Erlebnisssen, ihren Schwächen, Marotten und Unarten, zeigt wie sie den Großen der Schachzunft manchmal ein Schnippchen schlagen.


Scharf aufs Korn werden größere und kleinere Betrüger genommen.


22.02.2017 Aufnahme in Katalog Wertsteigerung


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Beschreibung

Details

Der Autor Klaus Trautmann

Der Autor, Jahrgang 1935, lebt als Witwer und Rentner in Frankfurt-Oder.   Nachdem er bereits mit gutem Erfolg drei Schachbücher veröffentlicht hat, war die Erzählung "Manne" seine erste größere Prosaarbeit, die in der Region eine gute Resonanz fand.

Klaus Trautmann schreibt mit großem biografischem Anteil aus der Sicht seines kleinen Helden und legt Wert auf eine lockere und humorvolle Erzählweise, die sich um eine Pointe auf jeder Seite bemüht.

Der Waisenknabe und Hütejunge Manne kommt gesund durch den Krieg und nach einer überstandenen Odyssee bis in den Kessel bei Halbe wieder zurück ins heimatliche Lawitz.

Als man ihn auf dem Hof des Kuhbauern Kalisch jedoch nicht mehr braucht, wird er an die Verwandtschaft in Neuzelle weitergereicht. Über diese Zeit des Zwölf- bis Vierzehnjährigen bei seiner bereits vierten Mutter, von Mannes glücklichen Tagen und den zahlreichen Niederlagen erzählt "Der Dampfer auf der Dorche".

Seine Träume und Erlebnisse, die manche Schramme und Beule hinterlassen, führt den Leser in die schweren Jahre 1947 bis 49 und ganz beiläufig an die schönsten Orte des liebenswerten Neuzelle am Ende des Dorchetales.

Die erste Ausbildung für den Umgang mit der Feder genoss Trautmann, der gern auch einmal mit einem kleinen Gedicht kokettiert, als junger Artillerieoffizier in der Arbeitsgemeinschaft "Schreibender Soldaten" in der NVA der DDR.

Klaus Trautmann arbeitet mit im Zirkel der Frankfurter Zeitzeugen, der grenzüberschreitend unter dem Schirm des Seniorenbeirates wirkt und im Jahre 2004 mit einem Preis der Brandenburgischen Landesregierung geehrt wurde.

Leseprobe zu Geküsst wird nach der Partie

Breuer persönlich überreichte den Siegerpreis, eine Flasche Kakao mit Nuss.  Ich weiß gar nicht, ob es dieses klebrig-süße Gesöff auch heute noch gibt, doch damals nahm ich es mit geschwellter Brust entgegen, überzeugt, dass solch eine Ehrung nicht vielen Schachspielern zuteil wird.

Wir begaben uns auf den Heimweg. Rudi feierte den Sieg – mit Recht – als einen gemeinsamen Erfolg.   Diesmal waren wir für die reichlich fünf Kilometer mit den Fahrrädern unterwegs.   Eine Beleuchtung freilich konnten wir Pennäler uns beide nicht leisten.   Wir kamen schnell überein, dass solch ein Preis, noch dazu für einen Jugendlichen, ein Fehlgriff war, dass dies jedoch der Zeit, den kargen und armseligen Möglichkeiten geschuldet war.

Aber, welche Verwendung sollten wir ins Auge fassen?  Geld konnte man mit der Flasche sicher nicht machen, aber zwei Kinokarten brächte sie vielleicht doch?! „Dann stehst du wie ein verkommener Bettler vor dem Kino.“

Am besten, wir verschenkten den Schnaps! Rudi meinte, das wäre auch anrüchig. „Stell dir vor“, sagte er, „wir überreichen ihn feierlich der Rollitzen, unserer Heimleiterin.“   Erst danach, ich schwöre, erst nach diesem absurden Gedanken erhoben wir eigene Ansprüche.

„Ich mach’ mir nichts aus Alkohol.“  Ich weiß nicht, wer das sagte, aber es traf die Auffassung von uns beiden.  „Trotzdem, kosten können wir mal!“

Irgendwo am Lawitzer Berg rasteten wir, lösten den leichten Schraubverschluss und ließen den Teufel aus der Flasche.  So gefährlich, wie zuerst gedacht, schmeckte der süße Inhalt gar nicht.  „Komm, einen letzten Schluck für den Rest des Weges!“

Am Alten Kanal war die Flasche halb leer.  Rudi verstaute sie in seinem kunstledernen Täschchen, klemmte das unter den Bügel des Gepäckträgers und weiter ging’s.   Auf der Brücke über den Neuen Kanal, an der Zwillingsschachtschleuse, erwartete uns eine Überraschung.   Ein Posten mit Gewehr stoppte uns. Nicht die fehlenden Ausweispapiere waren der Knackpunkt, die Fahrräder ohne Licht ärgerten ihn.  Wir gaben klein bei, redeten mit ihm, bettelten schließlich.  

Es gab keine Gnade. Über ein Feldtelefon sprach er mit jemandem.  Ein hoher Militär erschien, wahrscheinlich ein besonderer Wachtmeister.  Der belehrte uns und ließ uns laufen.  Ob dieser geglückten Passage lehnten wir uns am Fürstenberger Malzweg erst einmal an die schiefen Begrenzungssteine.   Hier verlor unsere süße Flasche das letzte bisschen Inhalt.   Keiner konnte sagen, wie wir das Internat erreichten, aber alle wussten am nächsten Tag, was Trautmann und Bahro für welche waren.

Am strengsten nahm uns die Heimleiterin, Frau Rollitz, ins Gebet. Und wir hätten ihr beinahe noch ein Geschenk gemacht.

Bibliographische Angaben

Bibliographische Angaben

Zustand NEU
Produktart Schachbuch
Seitenzahl 172 Seiten, kartoniert
EAN 9783941024144
ISBN 978-3-941024-14-4
Maße (Länge x Breite) Nein
Gewicht in g 266
Sprache Deutsch
Autor/en Klaus Trautmann
Herausgegeben 2013
Verlag Nein
Lieferzeit 2-3 Tage
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