Wassili Wassiljewitsch Smyslow, Ausgewählte Partien (Seltener Titel)

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Wassili Wassiljewitsch Smyslow, Ausgewählte Partien (Seltener Titel)
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Dieses Buch "Ausgewählte Schachpartien" schrieb Smyslow 1953. Vier Jahre später wurde er Weltmeister. 


Ausgewählte Partien, aus dem Russischen von Edmund Budrich, bearbeitet von Kurt Richter, Sportverlag, Berlin 1954


Smyslow auf dem Weg zur Weltmeisterschaft: (Textquelle Wikipedia Bearbeitung EuroChess)


Durch den dritten Platz in seinem ersten internationalen Turnier in Groningen 1946 hinter Botwinnik und Max Euwe hatte Smyslow die Teilnahmeberechtigung errungen für das Weltmeisterschaftsturnier, das der Weltschachbund FIDE 1948 um den nach dem Tode Alexander Aljechin vakanten Weltmeistertitel veranstaltete.


In dem in fünf Durchgängen zu je fünf Runden in Den Haag und Moskau ausgetragenen Turnier wurde Smyslow Zweiter von fünf Spielern hinter dem neuen Weltmeister Botwinnik.


Als Teilnehmer dieses Fünferwettkampfes war er für das Kandidatenturnier 1950 in Budapest qualifiziert, wo er Dritter hinter den beiden Turniersiegern Isaak Boleslawski und David Bronstein wurde.


Damit war Smyslow wiederum qualifiziert für das folgende Kandidatenturnier 1953 in Neuhausen und Zürich, welches er mit einem deutlichen Zweipunktevorsprung gewann. Im Wettkampf 1954 in Moskau mit Botwinnik missglückte Smyslow der Start, als er nur ein einziges Remis aus den ersten vier Partien erzielte.


Doch Smyslow konnte mit Siegen in der siebenten, neunten, zehnten und elften Partie in Führung gehen, wodurch der Wettkampf wieder offen war. Obwohl es Botwinnik noch zwei weitere Male gelang, wieder selbst in Führung zu gehen, konnte Smyslow den Wettkampf schließlich 12-12 (bei lediglich 10 Remispartien) gestalten, was Botwinnik gleichwohl die Titelverteidigung sicherte.


Das Kandidatenturnier 1956 in Amsterdam konnte Smyslow erneut gewinnen. Als er drei Runden vor Schluss noch punktgleich mit Keres an der Spitze lag, konnte sich Smyslow mit einem Sieg gegen Bronstein, einem Remis gegen Boris Spasski und einen Sieg gegen Pilnik einen klaren Vorsprung von 1½ Punkten sichern.


Im folgenden Wettkampf mit Botwinnik im Frühjahr 1957 zeigte sich Smyslow gut vorbereitet. Nach Smyslows Sieg in der ersten Partie konnte Botwinnik zwar mit Siegen in der vierten und fünften Partie in Führung gehen, doch den weiteren Verlauf konnte Smyslows klar für sich gestalten.


Er gewann mit 6 Siegen, 3 Niederlagen und 13 Unentschieden und war damit neuer Weltmeister. Smyslow hält sein Spiel in diesem Match für gleichmäßiger und harmonischer, und führt dies auf seine Eröffnungsvorbereitung und die Analyse der sich ergebenden Mittelspielstellungen zurück. Als wichtigen Grund seines Erfolges erachtet er allerdings auch sein Verständnis der Endspielphase, und macht auf seinen Gewinn mit Schwarz in einem Leichtfigurenendspiel in der siebzehnten Partie aufmerksam.


Nach den damaligen Regeln der FIDE war ein entthronter Weltmeister zu einem Revanchekampf berechtigt.  Im Wettkampf im Frühjahr 1958 in Moskau konnte Botwinnik durch den Gewinn der ersten drei Partien wie schon zu Beginn des Wettkampfes 1954 sofort mit 3½-½ in Führung gehen, und gab seinen Vorsprung im weiteren Verlauf nicht mehr ab. Smyslow verlor dieses Match mit fünf Siegen, sieben Verlusten und elf Unentschieden. Als Grund seiner Niederlage erkennt Smyslow die gründliche Vorbereitung und große Erfahrung seines Gegners an, weist aber auch darauf hin, während des Matches durch eine Grippeerkrankung beeinträchtigt gewesen zu sein, welche gegen Ende der Veranstaltung bei ihm zu einer Lungenentzündung geführt habe.


Insgesamt haben beide Spieler rund 100 Partien gegeneinander ausgetragen.


30.05.2017 Aufnahme Katalog Wertsteigerung


30.05.2017  Marktanalyse  Das Werk wird auch als Kultbuch des DDR-Sportverlages bezeichnet. Aktuell konnte trotz intensiver Suche auf über 50 Portalen und Suchmaschinen wie Google kein weiteres Angebot zu diesem Titel gefunden werden.   EuroChess sucht dieses Buch zum Nachkauf. 

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Beschreibung

Details

Über den Autor und siebten Schachweltmeister W.W. Smyslow  (Bild- und Textquelle Wikipedia Bearbeitung EuroChess)

Wassili Wassiljewitsch Smyslow (russisch Василий Васильевич Смыслов, wiss. Transliteration Vasilij Vasil’evič Smyslov; (* 24. März 1921 in Moskau; † 27. März 2010 ebenda) war ein russisch-sowjetischer Schachgroßmeister und Bariton. Im Jahre 1957 wurde er der siebte Schachweltmeister.

Smyslow war ausgebildeter Opernsänger. Seit 1948 nahm er mehrere Jahre Unterricht bei Professor Konstantin Wassiljewitsch Slobin und an einem Gesangswettbewerb im Moskauer Bolschoi-Theater teil. Als lyrischer Bariton hat er in Russland Schallplatten und CDs mit Opernarien und klassischen Romanzen aufnehmen lassen.  Bis zu seinem 80. Lebensjahr gab er Konzerte.  Zu Karpows 50. Geburtstag beispielsweise sang er im Mai 2001 im Bolschoi-Theater in Moskau. Als ein musikalisches Vorbild benannte er Enrico Caruso.

Smyslow betont im Schach die Bedeutung der permanenten Suche nach einer harmonischen Figurenaufstellung für seinen Spielstil.  Das Gespür für Harmonie ist nach Smyslows Ansicht entscheidend sowohl für das Schachspielen als auch für andere schöpferische Berufe, Künste und Wissenschaften.

Er erlernte im Alter von 6 Jahren das Schachspielen von seinem Vater, der selbst ein starker Schachspieler der ersten Kategorie war. Zugleich erhielt er Unterricht im Klavierspielen, und entwickelte eine starke Leidenschaft für Musik.  

Der Vater versuchte, ihm von Anfang an ein Verständnis für Positionen mit wenigen Steinen zu vermitteln. Smyslow nimmt an, dass sich aus der genauen Kenntnis der Stärken und Schwächen der Schachfiguren in solchen „einfachen“ Stellungen das Gefühl für Harmonie entwickelt, das den Schachspieler auch in komplizierten Stellungen die richtige Lösung finden lässt.

Bis zum Alter von 14 Jahren spielte Smyslow nur zu Hause, und studierte die Meisterpartien und klassische Schachliteratur aus der Bibliothek seines Vaters, die mindestens 100 Schachbücher umfasste.

Mit 14 Jahren nahm er an seinem ersten Turnier teil und erreichte die dritte Kategorie. In den Jahren 1935 bis 1936 besuchte er als Zuschauer mit seinem Vater die internationalen Turniere in Moskau und konnte die Leichtigkeit des intuitiven Spiels von José Raúl Capablanca und den energievollen Kampf Emanuel Laskers beobachten.

In den folgenden 2–3 Jahren erreichte Smyslow die erste Kategorie und betrachtet seinen Stil seit dieser Zeit „toute proportion gardee“ als fertig ausgeformt.

Smyslow verglich seinen Musik- und Schachgeschmack und schrieb:

„Die strikte Schönheit und Harmonie, die Ungezwungenheit und die Eleganz, die unfehlbare Intuition des Künstlers, die absolute Beherrschung der Technik und als Folge die absolute Unabhängigkeit ihr gegenüber – das ist mein Ideal. Auch im Schachspiel bin ich ein überzeugter Anhänger der klassischen Logik des Denkens. Eine Schachpartie muss die Suche nach der Wahrheit beinhalten. Der Sieg ist die Bestätigung dieser Wahrheit. Die größte Phantasie, die höchste Technik, das tiefste Verständnis der Psychologie sind nicht imstande, aus einer Schachpartie ein Kunstwerk zu machen, wenn sie nicht zum Hauptziel führen – der Suche nach der Wahrheit. Diese Eigenschaften weisen – einzeln genommen – nur auf die außerordentliche Begabung ihres Besitzers hin.“

Bibliographische Angaben

Bibliographische Angaben

Zustand sehr guter antiquarischer Zustand. Trägt Exlibris des Vorbesitzers
Produktart Schachbuch
Seitenzahl 194 seiten, gebunden.
EAN Nein
ISBN Nein
Maße (Länge x Breite) Nein
Gewicht in g 234 g
Sprache Deutsch
Autor/en Wassili Wassiljewitsch Smyslow
Herausgegeben 1954
Verlag DDR Sportverlag
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